Exkursion Dresden - Patenprogramm

Exkursion nach Dresden

Am 05. Juni 2014 war es wieder soweit; das Patenprogramm der Fachschaft Maschinenbau lud internationale Studierende der TU Darmstadt zu einer Phänomenalen Exkursion nach Dresden ein. Neben der Besichtigung der Elbe Flugzeugwerke stand traditionsgemäß natürlich auch wieder Party-Party auf dem Programm.

Von der Ostausdehnung Deutschlands und der damit einhergehend unerwarteten Entfernung Darmstadt-Dresden erstaunt war schon bei der Reiseplanung klar: Wir müssen früh los und brauchen einen ordentlichen Bus! Busfahrer Norbert holte uns (vier gewissenhafte Betreuer und zwanzig erlebnisorientierte „Internationals“), morgens um 6 auf seinem schneeweißen Pegasus mit 400PS unter der Haube vor dem Darmstadtium ab. Norbert sorgte trotz hohen Temperaturen während der Fahrt durchgängig für eine angenehme Klimatisierung und kutschierte uns ohne Komplikationen nach Dresden, sodass wir sogar etwas zu früh bei den Elbe Flugzeugwerken ankamen.

Nach dem obligatorischem Gruppenfoto und eingehender Reisepasskontrolle am Werkseingang wurde uns der Zugang auf das Firmengelände gewährt. In einem gemütlichen Konferenzsaal präsentierten uns mehrere Ingenieure die international tätige Firma und führten uns in die Kernkompetenzen der Elbe Flugzeugwerke ein. Der Hauptaufgabenbereich der EFW liegt in der Umrüstung von ausgedienten Passagiermaschinen zu Frachtflugzeugen. Dazu werden die alten Maschinen komplett entkernt und von Grund neu aufgebaut. Sicherheitsrelevante Teile werden eingehend geprüft oder ersetzt und veraltete Komponenten modernisiert, sodass die Flugzeuge nach dem Umbau die Qualität einer fabrikneuen Maschine haben; und das zu 30% des Neupreises. Viele für den Umbau nötige Teile werden von den EFW in Eigenarbeit entwickelt und hergestellt. Besonderes Augenmerk gilt hier den Leichtbaupanels in Verbundbauweise, die sogar an andere Firmen des Transportwesens verkauft werden. Beispielhaft sind hier Bodenkonstruktionen von Flugzeugen, Zügen und Niederflurfahrzeugen im Allgemeinen zu nennen. Bei der anschließenden Führung durch die verschiedenen Hangars konnten wir uns ein Bild von der Arbeitsweise und den laufenden Projekten der Firma machen; eine einmalige Chance, die wir gerne wahrgenommen haben. Die Komplexität der Aufgaben sowie die schiere Größe der Flugzeuge waren sehr eindrucksvoll.

Nach dem fachlich äußerst interessanten Input fuhren wir weiter zur Jugendherberge, von wo wir uns später auf den Weg in das Nachtleben Dresdens machten um für etwas anderen Input zu sorgen. In Dresden war an unserem Besuchswochenende die „Bunte Republik Neustadt“ in vollem Gange. Von den Ausmaßen und Menschenmengen war das Straßenfest durchaus vergleichbar mit dem Schlossgrabenfest in Darmstadt! Es gab Essensstände mit kulinarischen Spezialitäten aus aller Herren Länder sowie kleine Musikbühnen, die im Ganzen Stadtviertel verteilt waren. Auf dem „alternativen“ Volksfest war hervorragende Stimmung und wir hatten eine großartige Zeit.

Den nächsten Tag begannen wir dann mit zwei Stadtführungen (Englisch und Deutsch). Wir erhielten einen schönen Einblick in Dresdens Altstadt mit Frauenkirche, Zwinger und vielem mehr. Das ganze fand natürlich bei top Wetter statt und war somit ein voller Erfolg. Am Nachmittag erkundeten wir in Kleingruppen ungezwungen die Stadt und fielen am Abend hungrig und durstig im Ball- und Brauhaus Watzke ein, wo es zu fairen Preisen traditionelle deutsche Küche und deutsches Bier gab. Sowohl Essen als auch Getränke wurden in riesigen Portionen serviert.

Am Sonntag besichtigten wir schließlich noch die gläserne Manufaktur von VW, eine auf Hochglanz polierte Vorzeige-Produktionsstraße, in der die Luxus Limousine Phaeton vom Band rollt. Leider steht die Produktion Sonntags still und obwohl wir es besser wussten hatten wir nicht das Gefühl, dass in diesen sauberen, Showroom-artigen Hallen unter der Woche richtige Autos produziert, also hart gearbeitet wird. Die anschließende Rückreise nach Darmstadt verlief ohne Schwierigkeiten, sogar der gesperrte City Tunnel wurde von Norbert in gewohnt professioneller Manier umfahren. Alles in allem war die Exkursion nach Dresden ein voller Erfolg und wir Paten freuen uns schon auf den nächsten Ausflug im Wintersemester 2014/2015!

Lukas Schell