Exkursion Hamburg - Patenprogramm

Exkursion zu Lufthansa Technik nach Hamburg

Exkursion des Patenprogramms nach Hamburg

Die große dreitägige Exkursion startete wie soviele vor ihr: früh im Dunkeln. Und so fanden sich also in aller Herrgottsfrühe 22 Teilnehmer zusammen, aus vielen verschiedenen Ländern. Diesmal waren es Spanier, Chinesen, Brasilianer, Schweden, Finnen, Badener und Nordlichter. Aufgrund der bunt gemischten Kombination von Nationalitäten gab es die üblichen Kommunikationsschwierigkeiten – Kopfnicken bedeutet nicht zweifelsfrei „Ja, verstanden“, sondern dient auch als Höflichkeitsfloskel – und die bevorzugte Versätndigung war englisch. Das Patenprogramm Maschinenbau hatte auch diesmal keine Mühen gescheut um nur das erlesenste für diesen Trip bieten zu können. So wurde für die Wahl des Busunternehmens eine weltweite Ausschreibung über 18 Monate hinweg geschaltet und in einem Casting und K.O.-Verfahren der fähigste aller Busfahrer bestimmt: Eric, ehemaliger United-Airbus-Pilot, F16-Kampfjet-Flugzeugträger-Bezwinger und heute Diamantenjäger und Chinaunternehmer mit gelegentlichen Einsätzen an Warschauer Privatuniversitäten und Pilotenausbildungszentren. Mit diesem Fahrer fühlten wir uns bei der Fahrt dann schonmal sicher. Der Besuch bei Lufthansa Technik war durchweg professionell, im besten Englisch, elegantem Besucherzentrum und einer vollständigen Führung konnten die Instandhaltung von Triebwerken, Lackierung von Flugzeugen und die Ausstattung von VIP-Jets mit 100kg-Kronleuchtern besichtigt werden. Die Werkstätten für Jumbos sind schon wegen ihrer schieren Größe und Gründlichkeit beeindruckend gewesen und unser Guide hat sich als eloquent und allwissend erwiesen. Danach ging es dann weiter nach HH.

Eingecheckt ins Hostel (Betreuer:“Wir treffen uns in einer Dreiviertelstunde!“ Antwort mit nickendem Kopf:“Okay wir treffen uns in drei oder vier Stunden.“) und mit warnenden Worten („Dont be shocked, you are safe“) über „normale“ Vorkommnisse in St. Paulis Kiez ausgestattet ging es zuerst zum gemeinsamen Abendessen, kurz bevor alle verhungert sind. Pizza und Pasta wurden restlos verputzt und neue Vokabeln namens Astra und Holsten gelernt. Dann ging es los in die Normalität der Reeperbahn und die ausgesprochenen Warnungen der Betreuer haben vielleicht nicht ausgereicht, um dem Kulturschock (oder schon –kollaps?) vorzubeugen. Mit bleichen Gesichtern retteten sich alle in die erste Bar und trauten sich kaum nochmal vor die Tür. In der zweiten waren dann schon die ersten nicht mehr dabei und zogen sich in sichere Gefilde zurück. So wurden es dann von Stunde zu Stunde, auch wegen einem langen ersten Tag, immer weniger die sich dem Nachtleben stellten. Leute aus nördlichen Gefilden freuten sich über das Preis-Leistungs-Verhältnis und konsumierten kräftig, was sie mit dem nächsten Tag bezahlten. Der zweite Tag stand dann ganz im Zeichen der Kultur. Eine alternative Hafentour mit kritischen Worten über Bananen und Kaffee haben viele Fakten hervorgebracht, die größte Freude entstand dann aber doch über die eigenen Cosco-Container aus dem Heimatland. Egal, denn der berühmteste Gast diese Wochendende in der Stadt war neben uns die Queen Mary II, das größte Passagierschiff der Welt und allein wegen der Größe ständig im Mittelpunkt. Danach ging es weiter mit einer Stadtführung über die große Geschichte der Stadt. In der zweiten Nacht war dann wieder für viele das Eintauchen die Kultur angesagt und vollendet wurde es mit einem Besuch des orginalen Fischmarktes am Sonntagmorgen (F:„Wann bist du heute nacht zurück gekommen?“A:“Vorhin.“). Der letzte Programmpunkt mit weisem Rat („You should have been eaten before we leave“) war der Besuch vom Miniaturwunderland mit seinen unzähligen Zügen, Männchen, Gebäuden und Flugzeugen, was viele von deutscher Ingenieurskunst überzeugt hat. Für die Heimfahrt fanden sich dann alle wieder zusammen: todmüde, aber vollzählig. Das zeigt, dass das Patenprogramm seinen Job gut gemacht hat.

Vielen Dank an alle Teilnehmer und wir freuen uns schon auf die gemeinsame Weihnachtsfeier, wo sich alle nochmal treffen werden und ihre Eindrücke besprechen können!